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Boa
constrictor constrictor
Abgottschlange
Herkunft:
Nördliches und zentrales Südamerika östlich der Anden, von Kolumbien
(östlich der Anden) über Venezuela, Surinam, Guyana, Trinidad,
Brasilien, nördliches Bolivien, Peru (östlich der Anden).
Körpergröße:
GKL adulter Tiere: 2 - 3,5 m.
Laut Berichten sind in der Natur Tiere mit bis zu 4,5 m Länge
gefunden worden. Vereinzelt werden in der Literatur sogar Längen bis
über 5 m angegeben; dies ist jedoch zweifelhaft. In der
Terrarienhaltung bleibt Boa constrictor constrictor mit
durchschnittlich 2,2 m (adulte Weibchen) wesentlich kleiner;
Exemplare die die 3 m Marke durchbrechen sind äußerst selten.
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Terrarium:
Gemäß dem vom Bundesministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Referat
Tierschutz) veröffentlichten Gutachten
"Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien",
ergibt sich für die Haltung von Boa constrictor folgende
Formel-Empfehlung (Faktor ist die Länge des Tieres) zur
Terrariengröße:
Boa constrictor unter 1,5 m
1,0 x 0,5 x 0,75 (BxTxH)
Boa constrictor über 1,5 m
0,75 x
0.5 x 0,75
(BxTxH)
Die sich
daraus ergebenden Terrarienmaße gelten für die Haltung
von 2 Tieren.
Die
Berechnung erfolgt immer ausgehend vom größten Tier.
Beispiel für
2 Boa
constrictor von 1,60 m Länge
1,60 m x 0,75 = 1,20 m (Länge des
Terrariums)
1,60 m x 0,50 = 0,80 m (Tiefe des
Terrariums)
1,60 m x 0,75 = 1,20 m (Höhe des
Terrariums)
Substrat:
Trockener Bodengrund wie Korkschrot, Pinienstreu oder
Kokoschips
Einrichtung:
Versteckmöglichkeiten
wie
Korkröhren oder Tontöpfe sowie
Klettermöglichkeiten in Form von Ästen.
Temperatur:
Am Tage
24 - 30 °C
Sonnenplatz
um 33 °C
nachts 22 - 25 °C
Die Wärme im Terrarium kann neben der
Beleuchtung auch über entsprechende, nicht Tageslicht
spendende Keramik-Heizstrahler (Infrarotstrahler)
erreicht werden. Wichtig hierbei ist allerdings, dass
zur Temperatursteuerung der Keramik-Heizstrahler über
einen Thermostaten geregelt wird; und darüber hinaus
unbedingt mit einem stabilen Schutzgitter zu ummanteln
ist, um Verbrennungen bei den Tieren zu verhindern.
Generell sind alle leistungsstarken Wärmequellen eines
Terrariums über einen Thermostaten zur regeln und die
Tiere vor direktem Kontakt mit der Wärmequelle zu
schützen.
Luftfeuchtigkeit:
Am Tage 60 - 70 %
Zum erreichen der Luftfeuchtigkeit
kann/sollte im Terrarium während des Tages mit
Wasser gesprüht werden. Dies kann per Hand über eine
Wassersprühflasche ebenso geschehen, wie über einen
Fakir oder eine Beregnungsanlage (sind über einen
Hydrostaten zu regeln). Das dadurch kurzfristige
Ansteigen der Luftfeuchtigkeit bis an die 100 % ist
dabei durchaus verträglich.
In der Regel steigt in der Nacht die
Luftfeuchtigkeit automatisch durch die gesenkten
Temperaturen.
Licht:
12 Stunden pro Tag
UVA und UVB sind nicht erforderlich.
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Nahrung:
Mäuse, Ratten, Kaninchen, Tauben, junge Hühner, Enten- und Gänseküken
adulte Weibchen: ca. alle 2 - 3 Wochen,
adulte Männchen: ca. alle 3 - 4 Wochen.
Futterzusätze:
Alle 6 - 8 Wochen auf die toten Futtertiere ein
Vitamin-Spurenelement-Mineralstoffpräparat wie Nekton-Rep.
Wasser:
Täglich frisches, temperiertes Trinkwasser aus sauberen,
leicht zu reinigenden Gefäßen anbieten.
Das Wassergefäß muss so groß gewählt werden, dass
die Tiere mit ihrem gesamten Körper darin baden können.
Winterphase:
Die etwas niedrigeren Nachttemperaturen kommen meist durch die
niedrigeren Außentemperaturen von selbst zu Stande.
Eine Winterruhe ist bei Boa constrictor
constrictor nicht durchzuführen.
Temperatur:
26 - 24 ° C (ca. 2 - 3 Monate)
Licht:
10 - 12 Stunden
Nahrung:
täglich frisches Wasser
Artenschutz:
Geschützt WA II
Vermehrung:
Ei-Lebendgebärend (lat. ovovivipar)
Gefährlichkeit:
Ungiftige für den Menschen bedingt gefährliche
Riesenschlange (aufgrund der Größe von adulten Tieren), die ihre
Beute durch Umschlingen (Erwürgen) erlegt.
Lebensraum u. Lebensweise:
Bei der Boa constrictor constrictor handelt es
sich um eine dämmerungs- und nachtaktive, überwiegend am Boden
lebende Schlangenart.
Neonate und
juvenile
Tiere sind aber auch häufig auf Büschen und Bäumen anzutreffen.
Adulte Tiere
sind zwecks Beuteerwerbs, trotz ihrer Größe, ebenfalls
geschickte Kletterer. Ihre Heimat sind die tropischen stets
feuchtwarmen Regenwälder Südamerikas.
Tipp:
Zum Füttern müssen die Tiere stets getrennt
werden, um Stress und Bissverletzungen zwischen den Tieren zu
vermeiden.
Vergesellschaftung:
Boa constrictor constrictor ist eine
untereinander friedfertige und gut zu vergesellschaftende
Schlangenart.
Weitere Unterarten:
Boa
constrictor imperator
Boa
constrictor longicauda
Boa
constrictor sabogae
Boa
constrictor nebulosa
Boa
constrictor orophias
Boa
constrictor amarali
Boa
constrictor occidentalis
Boa
constrictor ortonii
Boa constrictor melanogaster (taxonomisch
umstritten) |
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