|

Matthias Hajnal
Ganz gleich ob zu Hause
in Hamburg oder im Urlaub in südlicheren und nördlicheren Ländern, schon
als Kind war es mein Ziel Reptilien auszumachen, zu beobachten und
gelegentlich auch zu fangen. So manches Reptil, meist Echsen, wurde für
die Zeit meines Ferienaufenthaltes eingefangen, in ein
„Reise-Terrarium“ gesetzt, gepflegt, beobachtet und natürlich gegen Ende
des Aufenthaltes wieder an seinem Fangort in die Freiheit entlassen.
|
|
|

Lamprophis fuliginosus - afrikanische braune
Hausschlange |
Zu Hause bereitete es
mir stets große Freude, Frösche und Kröten aus den Kasematten in unserem
Garten zu befreien (auch heute noch) oder auch Frosch-Kaulquappen in
einem kleinen Vivarium auf der Fensterbank in meinem Zimmer
„aufzuziehen“ und die kleinen Frösche anschließend an einem geeigneten
Ort „auszuwildern“.
Mein größtes Augenmerk
sollte aber von je her den Schlangen gelten. Von ihnen konnte ich als
Kind in der Natur immer nur einen schnellen Blick auf ihrer Flucht vor
mir erhaschen. Aber auch nie lange, geschweige denn je eine fassen.
Bestimmt war das auch besser so, denn als kleiner Junge war ich
natürlich noch kein Profi in der Bestimmung der Arten. Hätte ich damals
eine giftige Schlange erwischt …. aaauuutsch!
Bis dahin blieb die
Schlange das ersehnte doch weit entfernte Ziel meiner Begierde, denn ich
kannte niemanden, der sich mit diesen Tieren beschäftigte oder gar
welche hielt. Zu Hause hielten wir zu diesem Zeitpunkt lediglich Molche
und eine Schmuck-Schildkröte. Mein „Know-how“ über Schlangen beschränkte
sich auf meine Tierbücher, Zoobesuche, platt gefahrene Schlangen am
Straßenrand und auf die Haltungserfahrungen mit meiner
Voll-Gummi-Schlange. |
|
Erst mit meiner
Einschulung auf das nahe gelegene Carl-von-Ossietzky-Gymnasium sollte
sich mein „Schlangen-Leben“ schlagartig ändern. In dieser Schule gab es
einen zur Biologiesammlung gehörenden Tierraum mit einer Schlange,
einer großen asiatischen Rattennatter, einen Lehrer der Schlangen
züchtete sowie einen Klassenkameraden und künftigen Schulfreund der
zwei Strumpfbandnattern besaß. - Kurzum für mich der „siebte
Schlangenhimmel“!
Es war jedes Mal ein
großes Erlebnis, die Rattennatter in der Schule und die kleinen
Strumpfbandnattern bei meinem Schulfreund zu beobachten.
Eines Tages zog bei
meinem Schulfreund eine weitere Schlange ein. Eine frisch geschlüpfte
Sinaloa-Königsnatter. Diese besonders farbenprächtige und ungiftige
Natter hatte mich mit ihrer Schönheit von Anfang an bestochen. Und so
lies ich es mir im darauf folgenden Jahr, als er sie gegen eine
Königspython „austauschen“ wollte, nicht nehmen, meine Eltern davon zu
überzeugen, dass diese Schlange unbedingt zu mir nach Hause gehöre. Es
gelang, wie schon einige Jahre zuvor bei meinem Aquarium. So wurde ich
mit 13 Jahren stolzer Besitzer meiner ersten Schlange, die auch heute
noch mit mir lebt. |

Boa constrictor imperator - Abgottschlange |
|

Lampropeltis triangulum sinaloae
- Königsnatter |
Wie man lesen kann, bin ich von Reptilien
und Amphibien fasziniert. Ganz besonders haben mich Schlangen in ihren
Bann gezogen. Vielleicht besitzen sie ja doch hypnotische Fähigkeiten!
…und
… „Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt
wird, kriegt augenblicklich Junge.“ (Wilhelm Busch).
… So vergrößerte sich mein kleiner Bestand
an Reptilien, vor allem aber mein Bekanntenkreis an Gleichgesinnten im
Laufe der Jahre.
Besonders wichtig für
mein Hobby war und ist es heute noch, dass meine Familie und ganz
besonders meine Freundin Eva, die Haltung meiner Pfleglinge akzeptieren
und mich ggf. auch tatkräftig unterstützen. So manch einer ist derweil
gar ebenso von dieser Faszination gepackt worden (Bruder, Freundin und
Cousin). |
|
Die Gründung unseres Vereins „Terrarien-Freunde-Hamburg
e.V.“
ist ebenfalls ein großer Glücksgriff für uns alle - wir unterstützen uns
gegenseitig, tauschen Erfahrungen in allen Bereichen rund um die
Terraristik aus - und Vieles mehr -. |

Thamnophis sirtalis tetrataenia - Strumpfbandnatter |
 |
|
|